Mai 1966.
1933, in unserem Gründungsjahr, waren wir technisch nicht wirklich gut aufgestellt. Auf der Fahrzeugseite hatten wir den Pferdewagen von Frisch (kann noch in unserem Rüsthaus besichtigt werden), der gleichzeitig auch unsere Pumpe war. Einige Jahre später, wahrscheinlich nach dem Krieg (denn geweiht wurde sie 1951), schafften wir uns bei der Firma Rosenbauer eine TS R 60 (Baujahr 1939) an.
Mitte der 1960er Jahre dürfte dann beim Land Steiermark die Devise gelautet haben, die Feuerwehren besser auszustatten. Von 1963 bis 1970 fand fast jährlich eine Spritzen-Weihe in der näheren Umgebung statt; allein im Jahr 1966 drei Weihen in Glojach, Lichendorf und eben Schwarzau.
Unsere neue Spritze war wieder eine der Firma Rosenbauer, eine Automatic 75 VW (Baujahr 1966). Im Vergleich zu unserer R 60, die 600 Liter pro Minute leistete, konnte diese 800 Liter pro Minute pumpen.
Nachdem wir uns dieses Gerät angeschafft hatten und auch die „2. kostenlose Überprüfung und Leistungskontrolle“ am 10. Mai 1966 erfolgreich durgeführt wurde, stand der Spritzenweihe am 15. Mai 1966 nichts mehr im Weg.

Bei schönstem Wetter lud man also Dorfbevölkerung und umliegende Feuerwehren sowie die Politprominenz vor unser Rüsthaus (das damals noch im Dorf stand). Kommandant Platzer hielt eine Rede und bedankte sich artig bei den Patinnen, Bürgermeister Monschein freute sich, dass unsere Wehr nun auch auf das modernste Gerät zurückgreifen konnte und wünschte uns wenig Einsätze und viele Übungen (steht so zwar nicht im Tätigkeitsbuch, aber ich bin mir sicher, dass er das gesagt hat).

Besonders gefreut haben dürfte sich die Wettkampfgruppe (Gruppenkommandant Franz Posch, Melder Stefan Roth, Maschinist Franz Neubauer, 1er Alois Putz, um nur ein paar Namen zu nennen), die in Wettkampfmontur zur Weihe angetreten ist und wahrscheinlich am liebsten vor Ort eine Übung durchgeführt hätte (wer weiß, vielleicht haben sie das ja auch getan, das Protokoll schweigt dazu).
