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Oktober 1956.

Samstag, 13. Oktober 1956. Die Alarmierung erfolgte laut Einsatzbericht durch Sirene und Glocke. Die Sirene muss die Seibuttendorfer ihre gewesen sein, da wir erst 2 Jahre später beschlossen, eine bei unserem neuen Rüsthaus (gegenüber der Pestsäule) zu installieren. Unsere Alarmeinrichtung müsste also die Glocke im Turm gewesen sein.

Wir wurden also an besagtem Samstag um 9.30 Uhr mittels Glocke alarmiert und 5 Minuten später rückten wir, angeführt von Kommandant Florian Nagl, zu neunzehnt mit Rüstauto (ein Steyr 1500) und Aggregat (eine R 60 von Rosenbauer aus dem Jahr 1939) zum Einsatzort in Seibuttendorf aus. Wie der Transport der Kameraden erfolgte, ist nicht verbürgt. Es kann allerdings ausgeschlossen werden, dass 19 ausgewachsene Steirer in der Fahrerkabine des Steyr 1500 Platz gefunden haben.

Schon auf dem Weg Richtung Seibuttendorf konnte man die Rauchsäule sehen und ungefähr auf Höhe Hanslwirt war erkennbar, dass das Wirtschaftsgebäude des Josef Hohl in Brand stand. Für die jüngeren Semester: Das Anwesen Hohl befand sich an der Seibuttendorfer Kreuzung, und zwar dort, wo heute das Anwesen Laposa sein dürfte.

Von der einsatzleitenden Wehr, also den Seibuttendorfer Kameraden, erhielten wir den Auftrag, sofort in Einsatz zu treten.

Nachdem der Brand zunächst unter Kontrolle schien und wir wieder eingerückt waren, wurden wir um 20 Uhr neuerlich zum Einsatz gerufen.

Insgesamt kamen wir laut Einsatzbericht auf eine Einsatzzeit von 29 Stunden und 30 Minuten, wobei wir, bestückt mit 2 Strahlrohren, 105 m C-Schläuche und 80 m B-Schläuche verlegten.