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Februar 1991.

Nachdem wir seit 1990 eine Feuerwehrjugend hatten, die bereits an Leistungsbewerben und dem Wissenstest teilgenommen hat, war der Schitag der Feuerwehrjugend am Gaberl der nächste Fixpunkt. Um sich bestmöglich darauf vorzubereiten, waren wir auch eine Woche vorher zu einem Geheimtraining auf der Piste. Die Anfahrt zum Probetraining dauerte leider etwas länger, da der Weg bis zum Gaberl nicht mehr genau in Erinnerung war (Google Maps gab es damals noch nicht).

Am Sonntag, dem 24.02.1991 war es dann so weit. Renntag. Das Rennen wurde als Riesentorlauf in einem Durchgang durchgeführt. Die Wertung wurde bezirksweise vorgenommen. Von unserer Seite waren Thomas Kleindienst, Reinhard Platzer, Alois Putz und Günther Sammer dabei.

In der Klasse I (1976 und älter) erreichte Thomas den 19. Rang, direkt hinter Siegfried Fröhlich aus Unterlabill und Robert Bauer aus Seibuttendorf.

In der Klasse II (1977 und jünger) war Alois als 15. unser bester Teilnehmer, gefolgt von Günther auf Platz 16 (Im Bild startet Günther gerade, während Alois [Nr. 199] sich noch etwas gedulden muss).

Reinhard, unser heißestes Eisen und Anwärter auf mindestens einen Stockerlplatz, fehlt in der Rangliste. Schuld ist eine skandalöse Kurssetzung, die ihn um eine Medaille gebracht hat. Die Zieleinfahrt war rechts und links von Wald gesäumt. Das letzte Tor war so gesetzt, dass nicht erkennbar war, auf welcher Seite es zu durchfahren ist. Ein Tor war auf der Piste und das zweite im Wald. Ob das Tor im Wald rechts oder links war, konnte man aber erst sehen, wenn man bereits am Tor vorbei war. Man musste also raten, ob man beim Tor auf der Piste rechts oder links vorbeifährt. Reinhard fuhr links vorbei, also nicht zwischen den Toren, sondern daneben. Als er seinen Fehler bemerkte, schallte ein herzzerreißendes „Naaaaa!“ über den Gaberl. Disqualifiziert.

Was möglich gewesen wäre, sah man beim Schitag 1992, als er die Silbermedaille holte.