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Februar 1979.

Stelzerwirt. Samstag, der 17. Februar 1979. HBI Franz Posch hatte zur Vollversammlung, in der er sein Arbeitsprogramm für 1979 präsentierte, geladen. Und das sah wie folgt aus:

Ausflug für alle Feuerwehrkameraden (mit Frauen),

Besuch von Lehrgängen in der Feuerwehrschule,

Anschaffung von Uniformen,

Anschaffung von Handfunkgeräten,

Sanierung des Rüsthausturmes und

Anbau zur Volksschule.

Der „Anbau zur Volksschule“ ist nichts anderes als unsere Festhalle. Bereits ein Jahr nach der Anschaffung unseres KLF (der berüchtigte LT) also das nächste Großprojekt. Im Tätigkeitsbericht des Jahres 1979 beschreibt Schriftführer Josef Pucher die Errichtung wie folgt:

Begonnen hat es mit einer Haussammlung für den Dachstuhl. Und (fast) jeder Besitzer in Schwarzau ob Feuerwehrkamerad oder nicht leistete seinen Beitrag in Form von Holz oder Geldspenden. Durch die große Spendenfreudigkeit der Schwarzauer kam sogar mehr Holz als erwartet zusammen sodass die Halle größer als geplant gebaut werden konnte. Die Halle wurde von den Feuerwehrkameraden in vielen unbezahlten Arbeitsstunden errichtet, wobei weit mehr als die Freizeit geopfert wurde. Jedes Wochenende und oft bis spät in die Nacht wurde gearbeitet.

Mit diesem Bau wurde bewiesen, dass auch ein kleiner Ort durch gute Zusammenarbeit eine große Leistung vollbringen kann. Die Festhalle und das leerstehende Schulhaus können nun gemeinsam für verschiedene Veranstaltungen benützt werden. Somit werden auch die ehemaligen Schulräume einer Verwendung zugeführt.

Die Festhalle ist wie auch das Schulhaus das gemeinsame Werk aller Schwarzauer.

Oder wie es Josef Pucher im Jahr 2005, als er die Kommandantenschleife von Franz Posch übernommen hatte, sagte: „Mit der Festhalle hat sich Franz selbst ein Denkmal gebaut“.

Aber auch das neu angeschaffte Handfunkgerät hatte sich ausgezahlt. Im Tätigkeitsbericht 1979 heißt es dazu:

An Einsätzen war 1979 ein ruhiges Jahr. Dank des Funkgerätes konnten wir bei einem Brand in Zerlach auf halbem Weg umkehren, da unser Einsatz nicht notwendig war.